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Hier eine Kurzdarstellung der Initiative Dessauer Ufer und dem Lagerhaus G auf dem Kleinen Grasbrook in vier Sprachen:

Here a short summary of Initiative Dessauer Ufer and the Lagerhaus G
in four languages:

German – Deutsch

English – Englisch

Arabic – Arabisch

Shqiptar – Albanisch


Informationen zum Lagerhaus G auf dem Kleinen Grasbrook

Das Lagerhaus G war ein Außenlager des KZ Neuengamme, in dem in den Jahren 1944/45 tausende Jüdinnen und Juden aus Auschwitz und dem Ghetto Lodz eingesperrt und zur Zwangsarbeit im Hafen gezwungen wurden.

Das Lagerhaus G am Dessauer Ufer befindet sich auf dem Kleinen Grasbrook im ehemaligen Hamburger Freihafen in unmittelbarer Nachbarschaft zur Veddel. Der Speicher, der ab 1903 im Rahmen der damaligen Hafenerweiterung als Tabaklager u.a. für die Firma Reemtsma errichtet wurde, diente im NS als Außenlager des KZ Neuengamme. Von Juli bis September 1944 wurden dort 1500 jüdische Frauen aus Tschechien und Ungarn, direkt anschließend bis Ende Oktober 1944 2000 männliche KZ-Häftlinge inhaftiert. Alle dort untergebrachten Häftlinge mussten im Rahmen des sog. „Geilenberg-Programms“ Bau – und Aufräumarbeiten verrichten, u.a. bei den Hamburger Wasserwerken, bei Mineralölfirmen und neben weiteren Hafenbetrieben auch bei der Reichsbahn.
Am 25.10.1944 starben bei einem alliierten Bombenangriff auf das Lagerhaus ca. 150 KZ-Häftlinge. In einer zweiten Phase wurde das Lagerhaus G ab 15.2.1945 mit 800 männlichen KZ-Häftlingen belegt. Neben der Nutzung als KZ-Außenlager gab es im Lagerhaus G auch ein Zwangsarbeitslager für Italienische Kriegsgefangene.
Im Inneren des Gebäudes lassen sich bis heuten Spuren der damals Inhaftierten finden, z.B. in Form von Inschriften in Betonfragmenten samt Jahreszahl und Namensnennung. Auch ein von den Bewachern, zumeist Bedienstete des Hamburger Zolls, genutzter Verschlag samt Einrichtungsbestandteilen steht dort noch herum, bedeckt von einer dicken Staubschicht – unbeachtet und unerforscht.
Seit 1998 steht das Gebäude unter Denkmalschutz. Es wurde damals durch den Verkauf an einen privaten Eigentümer vor dem von der HHLA als letzte Eigentümerin bereits beschlossenen Abriss bewahrt. Lagerhaus G ist eines der letzten erhaltenen Bauwerke, die in Hamburg als KZ-Außenlager gedient haben.

Historische Bilder

Historisches Foto Tabakhandel