
Kommt zur Erkundung unsichtbarer Erinnerungsorte in Billbrook!
Wir wollen vor dem ehemaligen KZ- Außenlager Tiefstack, angesichts dort stattfindender Abrissarbeiten, ein Zeichen setzen und an die Geschichte dieses abgelegenen und unzugänglichen Ortes erinnern.
Dort mussten 500 tschechische Jüdinnen Zwangsarbeit leisten. In der von Gewerbe und Verkehr geprägten Andreas-Meyer- Straße verbergen sich weitere geschichtsträchtige Orte, an denen wir nicht vorbeisehen möchten und die unmarkiert für die gewaltvolle deutsche Geschichte stehen.
Unser Rundgang führt weiter zu anderen ehemaligen Firmen- und Kriegsgefangenenlagern sowie an den ehemaligen Standort des Chemiewerks Boehringer, wo sowohl dessen NS-Geschichte als auch der dortige Dioxin-Skandal thematisiert werden. Dazu wird Gerhard Wallmeyer (Ex-Greenpeace) sprechen.
An der Ecke zur ehemaligen Halskestraße (heute Châu-und-Lân- Straße) möchten wir an die dort 1980 von Neo-Nazis verübten Morde an Nguyễn Ngọc Châu und Đỗ Anh Lân erinnern. Hierzu wird es einen Audiobeitrag der Initiative geben.
Auch wenn diese Orte zum Teil thematisch weit voneinander entfernt sind, haben sie doch eines gemeinsam: Ihr über die Zeit langsames Verschwinden durch Abriss, Überbauung, Umstrukturierung. Durch bewusstes zum Verschwinden bringen, Verschweigen, Verschleiern oder durch die fehlende Markierung auf den Karten und in den Gedächtnissen – bis hin zum Versinken in der Geschichte und zu ihrer Unkenntlichkeit.
Unser Rundgang ist eine Annäherung an die Geschichte dieser Orte sowie ein Versuch ihrer Sichtbarmachung als Stätten der Erinnerung.
🗓️ 28.März 2026
⏱️ 15-18 Uhr
📍Andreas-Meyer-Straße 11
Anfahrt: Haltestelle S- Bahn Tiefstack, ca. 15 Minuten zu Fuß.
